ART-Ticker: Der Petersberg schreibt Geschichte

Weltpolitik – Weltmeisterhochzeit – Deutscher Autorechtstag

Der Besucher des Petersbergs erfreut sich nicht nur an der hervorragenden landschaftlichen Lage und der unvergleichlichen Aussicht auf das Rheintal, sondern erhält gleichzeitig einen Einblick in die geschichtliche Vergangenheit des ehemaligen Gästehauses des Bundes. Auf dem Plateau des Berges, der bereits in der Zeit um 3500 v. Chr. besiedelt war, wurden vor einigen Jahren Teile eines Ringwalls freigelegt, die aus der Zeit um 100 v. Chr. stammen. Ebenso können im östlichen Teil der Parkanlagen die Grundmauern einer im 12. Jahrhundert gebauten, fünfschiffigen Kirche besichtigt werden. 1131 ließ sich Ritter Walther als Einsiedler auf dem Petersberg nieder, der damals wegen seiner Nähe zum Rhein noch Stromberg genannt wurde. Etwa 60 Jahre später zogen Zisterziensermönche aus der Eifel hinauf.

Die Sankt-Peter-Kapelle aus dem Jahre 1764 ist für die Besucher täglich geöffnet. Auch die Kreuzwegstationen aus der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg entlang der Bittwege (Prozessionswege) sind erhalten geblieben und in den vergangenen Jahren restauriert worden. Als Zeugnis einer Jahrhunderte alten religiösen Tradition wurden die Wallfahrtskapelle und die Bittwege mit ihren Stationen unter Denkmalschutz gestellt.

Im Jahr 1834 erwarb Joseph Ludwig Mertens den Petersberg. Seine Frau Sibylle Mertens-Schaffhausen, auch „die Rheingräfin“ genannt und Tochter eines Bankiers, errichtete auf dem Berg einen Sommersitz und lud zahlreiche Persönlichkeiten der damaligen Zeit zu gesellschaftlichen Veranstaltungen ein, darunter auch Ernst Moritz Arndt und August Wilhelm Schlegel. 1892 wurde auf dem Petersberg erstmals ein Hotel eröffnet, das 1912 von Ferdinand Mülhens, dem Inhaber der Firma 4711, erworben und in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg zu einem Kurhotel umgebaut und erweitert wurde.Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Petersberg bis 1952 Sitz der Alliierten Hohen Kommissare. Hier wurde am 22. November 1949 von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer das „Petersberger Abkommen“ entgegengenommen. Seit dem Jahre 1955 dient das Hotel auch als Residenz für hohe Staatsgäste, unter anderem für Schah Mohammed Reza Pahlewi und Kaiserin Soraya sowie Königin Elizabeth II., Leonid Breschnew, Michail Gorbatschow, Bill Clinton und Nelson Mandela. Breschnews Besuch war von einem Unfall überschattet. Er durchbrach mit seinem Gastgeschenk, einem Mercedes Sportcoupé, den schweren Zaun der Serpentinenstraße auf den Petersberg. Das Auto war zerstört, (> WDR: wie Breschnew am Petersberg ein Luxuscabrio schrottete) der Führer der Sowjetunion konnte seine Gespräche mit Bundeskanzler Willy Brandt jedoch unversehrt fortsetzen.

So wurde der Petersberg nicht nur zum zentralen Schauplatz der Bonner Republik, auch das Auto rückte in den Mittelpunkt der Ereignisse im rheinischen Siebengebirge, denn nicht nur Formel-1-Weltmeister Michael Schuhmacher gab dort sein Ja-Wort, seit dem Jahr 2008 findet dort auch der Deutsche Autorechtstag statt. Initiiert von Autrorechtspapst Dr. Kurt Reinking und dem Präsidenten des Autohändlerverbands BVfK Ansgar Klein finden sich dort Jahr für Jahr Deutschlands „Blechjuristen“ zusammen, um unter anderem die Haftungsfragen bei Autokauf oder Unfällen zu diskutieren.

Der Deutsche Autorechtstag wird von den Verbänden ADAC, BVfK und ZDK veranstaltet und von seinem Präsidenten Prof. Dr. Ansgar Staudinger und den Vorständen Rechtsanwalt Dr. Kurt Reinking und dem Vorsitzenden BGH-Richter a.D. Wolfgang Ball geleitet.

Der Deutsche Autorechtstag wird von den Verbänden ADAC, BVfK und ZDK veranstaltet und von seinem Präsidenten Prof. Dr. Ansgar Staudinger und den Vorständen Rechtsanwalt Dr. Kurt Reinking und dem Vorsitzenden BGH-Richter a.D. Wolfgang Ball geleitet.

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