Autorechtstag Aktuell - Archiv
2026
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 20.1.2026
Reparatur von (Unfall-)Fahrzeugen Teil II: Regress der Versicherer ggü. Werkstätten
Marcus Gülpen, Rechtsanwalt, Berlin
Der Streit um die Höhe der (erforderlichen) Reparaturkosten ist nicht neu – die Haftpflichtversicherer überziehen Werkstätten bereits seit geraumer Zeit mit Regressforderungen, weil angeblich „zu viel“ abgerechnet oder „falsch“ repariert worden sei.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 13.1.2026
Rechtsprobleme rund um den finanzierten Autokauf
Dr. Christian Grüneberg, Richter beim XI. Zivilsenat des BGH
In den vergangenen Jahren hat sich der Bundesgerichtshof in einer Fülle von Entscheidungen mit dem Widerruf von Allgemein-Verbraucherdarlehensverträgen befasst. Dabei ging und geht es vor allem um Darlehensverträge, die der Finanzierung von Autokäufen dienten. Beginnend mit dem Grundsatzurteil vom 5.11.2019 hat der Bundesgerichtshof bis in die jüngste Zeit die sich stellenden Rechtsfragen insbesondere zur Ordnungsgemäßheit von Widerrufsbelehrungen und Widerrufsinformationen sowie sonstigen Pflichtangaben, zur missbräuchlichen Ausübung des Widerrufsrechts und zu den Rechtsfolgen des Widerrufs einer Lösung zugeführt.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 6.1.2026
Aus der Rechtsprechung der Instanzgerichte zum Kaufrecht
Eva Hettwer, Rechtsanwältin, Hamburg
Auch im Jahr 2024/2025 haben die Instanzgerichte zahlreiche praxisrelevante Entscheidungen zum Pkw-Kaufrecht getroffen, die die Käuferrechte weiter konkretisieren. Rechtsanwältin Eva Hettwer gibt in kompakter Form einen Überblick über fünf aktuelle Entscheidungen der Land- und Amtsgerichte (LG Kiel, LG Bonn, LG Amberg, AG Kiel, AG München) und arbeitet deren zentrale Aussagen für die anwaltliche Praxis heraus.
2025
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 30.12.2025
Update Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenrecht
Dr. Matthias Quarch, Vorsitzender Richter am Landgericht Aachen
In den häufig vorkommenden Konstellationen des
geleasten oder sicherungsübereigneten Fahrzeugs fallen Eigentum und Besitz am Fahrzeug auseinander. Dies hat zur
Folge, dass sich auch die möglichen Ansprüche nach einem Unfall auf unterschiedliche Personen verteilen, so dürfte
der Substanzschaden in der Regel beim Eigentümer anfallen, der Nutzungsschaden hingegen beim Besitzer. Nicht immer
werden diese Schäden vom jeweiligen Anspruchsinhaber selbst gerichtlich geltend gemacht, vielmehr kommt es in der
Praxis häufig zu Abtretungen oder einer gewillkürten Prozessstandschaft. Im Ergebnis entspricht die prozessuale
Beziehung von Kläger und Beklagtem nicht notwendig der materiellen Beziehung von Anspruchsinhaber und Schuldner.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 9.12.2025
Reparatur von Unfallfahrzeugen Teil I: Auswirkungen der Reparaturverzögerungen auf die Praxis
Dr. Thomas Almeroth, Rechtsanwalt, Lehrte
Reparaturverzögerungen, die mannigfache
Auswirkungen auf die Praxis von Reparaturwerkstätten, Sachverständigen, Versicherern, Rechtsanwälten und deren
Mandanten, meistens Werkstattkunden bzw. Unfallgeschädigte, haben, sind inzwischen Gang und Gäbe. War früher die
hohe Auslastung von Werkstätten der Hauptgrund für etwaige Verzögerungen, so sind es inzwischen vor allem die
Lieferkettenstörungen. Begonnen haben diese mit der „Corona-Pandemie“ im Jahr 2021, hinzugekommen sind in den
Folgejahren die sog. Chip- oder Halbleiterkrise sowie zeitweise der Krieg in der Ukraine (Näher dazu Almeroth,
Lieferkettenstörungen – Auswirkungen auf Autokauf und Unfallschäden, DAR 2023, 533). Dachte man zunächst an eine
vorübergehende Erscheinung, so muss inzwischen, fast fünf Jahre nach Einsetzen des Problems, konstatiert werden,
dass die Teilebelieferung das frühere Niveau immer noch nicht wieder erreicht hat.
Deutscher Autorechtstag 2026 – die Zukunft des Automobilrechts erleben!
2026 bringt entscheidende Veränderungen für die
Automobilwelt: Die Euro-7-Abgasnorm tritt in Kraft und verschärft die Anforderungen an Emissionen, Brems- und
Reifenabrieb sowie die Haltbarkeit von Batterien. Assistenzsysteme wie Notbremsassistent und Spurhaltewarnung werden
Pflicht, während der CO₂-Preis im Emissionshandel steigt und sich direkt auf Kraftstoffkosten auswirkt. Hinzu kommen
der digitale Führerschein, neue Regeln zur Produkthaftung für Software und steuerliche Anpassungen wie die
Pendlerpauschale und die fortgesetzte Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge. Auch die E-Auto-Förderung wird neu
geregelt, um den Umstieg auf nachhaltige Mobilität weiter zu fördern.
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19. Deutscher Autorechtstag 16. – 17. März 2026
Das Programm steht! – Jetzt anmelden: Live auf dem Petersberg oder online am Schreibtisch
Der Autorechtstag bietet auch diesmal ein breit
gefächertes Themenangebot, präsentiert von hervorragenden Referenten und Experten unter Leitung von Prof. Dr. Ansgar
Staudinger. Es umfasst in gewohnt strukturierter Form das gesamte Spektrum der für das Kfz-Wesen relevanten, aktuell
upgedateten Rechtsthemen. Auf der Tagung werden erstmals drei BGH-Richter die einschlägige Rechtsprechung ihrer
Zivilsenate zum Schaden-, Kauf-, Leasing- und Finanzierungsrecht vorstellen und damit die Bandbreite der
höchstrichterlichen deutschen Rechtsprechung mit Autorechtsbezug komplett abdecken. jetzt weiterlesen
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 4.3.2025
Der Regress der Rechtsschutzversicherer – ein Angriff auf die Anwaltschaft?
Stephan Handschug, Rechtsanwalt, Detmold
Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom
16.09.2021 – IX ZR 165/19 – zum Regress des Rechtsschutzversicherers gegen den Rechtsanwalt wegen unzureichender
Beratung des Mandanten über mangelnde Erfolgsaussichten Stellung bezogen. Diese Entscheidung hat in der Anwaltschaft
eine erhebliche Unruhe verursacht, da diverse Rechtschutzversicherer dieses Urteil zum Anlass genommen haben und
auch nach wie vor zum Anlass nehmen, eine Vielzahl von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten aus übergegangenem Recht
wegen eines angeblichen Beratungsfehlers in Regress zu nehmen. Das Referat behandelt die Fragen, wie weitreichend
die Pflicht zu einer Beratung über die Erfolgsaussichten ist, wann diese einsetzt und wann sie endet.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 25.2.2025
Die Batterie von E-Autos - eine rechtliche Herausforderung für den Gebrauchtwagenhandel?
Dr. Thomas Almeroth, Rechtsanwalt, Lehrte; Ansgar Klein, Geschäftsführender Vorstand BVfK
Die Batterie von Elektroautos, insbesondere der
rein batterieelektrischen Fahrzeuge (sog. BEV’s), ist deren Herzstück. Antriebsbatterien gehören mit zu den
teuersten Teilen solcher Autos; ist sie am Ende, kann - gerade bei älteren Autos - auch das Fahrzeug am Schluss
seiner Lebensdauer angekommen sein. Auch wenn neue Studien belegen, dass die durchschnittlich zu erwartende
Lebenszeit der Antriebsbatterie mit bis zu 15 Jahren deutlich länger ist als zu Beginn der Elektromobilität
angenommen, hängt sie doch sehr stark von der Art der Nutzung, insbesondere von der Anzahl der Schnelllade-Zyklen
ab. Das konkrete Nutzungsverhalten der Vorbesitzer aber ist weder für den Verkäufer noch für den Käufer eines
batterieelektrischen Gebrauchtwagens erkennbar. Zwar gibt es verschiedene Versuche, den Batteriezustand, den sog.
„State of Health“ auch ohne entsprechende Informationen seitens der Autohersteller zu ermitteln, jedoch scheinen
diese aktuell noch in den Kinderschuhen zu stecken, sind jedenfalls noch nicht allgemein verfügbar.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 18.2.2025
Update Schadensregulierung und Versicherungsrecht
Marcus Gülpen, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verkehrsrecht
Einmal quer durch die Instanzen, denn dort
spielt ja im schadenrechtlichen Alltag die Musik der Schadenregulierung. Und immer wieder gibt es neue
Herausforderungen, wie zum Beispiel das elendige Arbeitstempo mancher Assekuranzen, das schon die Bundesanstalt für
die Aufsicht über das Finanzwesen BAFIN auf den Plan gerufen hat. Mit den Folgen aus der monatelangen
Nichtbearbeitung von Akten wollen manche Gesellschaften nichts zu tun habe. Dass es doch deren Problem ist, wird
anhand von Urteilen aus den Instanzen aufgezeigt. Nach der BGH-Entscheidung zum schadenrechtlichen Restwert von
Leasingfahrzeugen und deren Ermittlung via Sondermarkt im Internet geht es nun in den Instanzen um den Restwert beim
finanzierten Fahrzeug. Urteile dazu liegen bereits vor, die analysiert RA Marcus Gülpen auf der Grundlage der
unterschiedlichen Mechanik von Leasing und Finanzierung.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 11.2.2025
Aktuelles aus Gesetzgebung und Rechtsprechung
Prof. Dr. Ansgar Staudinger, Universität Bielefeld
Sehr geehrte Leserschaft, beim kommenden
Autorechtstag stehen aktuelle Entwicklungen von der Gesetzgebungs- und Rechtsprechungsfront auf der Agenda. Da fällt
der Blick etwa auf die Themenstellung Rechtsschutzversicherung sowie Dieselskandal und mithin auf einen Entscheid
aus der Feder des IV. Zivilsenats für Versicherungssachen (BGH, Urteil vom 05.06.2024 – IV ZR 140/23). Auch
Grundfragen des gutgläubigen Erwerbs bei § 932 BGB sind immer wieder Gegenstand von Gerichtsverfahren. Was gilt in
Bezug auf § 932 BGB bei einer gefälschten Zulassungsbescheinigung Tel II (Fahrzeugbrief) oder Vollmachtsurkunde? (LG
Itzehoe, Urteil vom 13.06.2024 – 6 O 7/24).
PRESSEMELDUNG vom 6.02.2025
18. Deutscher Autorechtstag vom 17.-18. März 2025 auf dem Petersberg oder online am Schreibtisch
Der Deutsche Autorechtstag hat sich längst als herausragende Veranstaltung auf dem Gebiet des deutschen und
europäischen Autorechts etabliert. Die Veranstaltung findet dieses Jahr am 17.-18.03.2025 auf dem Petersberg statt
und ist auch als live Online-Seminar buchbar.
Die Teilnehmer der 18. Ausgabe dürfen sich erneut auf ein umfangreiches Informationsspektrum, ausführliche
Praxishinweise sowie brandaktuelle Berichte über Neuerungen in der Rechtsprechung freuen, die stets zu lebhaften und
spannenden Diskussionen führen und einen aufschlussreichen Ausblick auf die Zukunft des Autohandels gewähren.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 4.2.2025
Abmahnungen in der Automobilbranche mit Fokus auf die Pkw-EnVKV
Dr. Andreas Ottofülling, Rechtsanwalt, Wettbewerbszentrale
Außergerichtliche Konfliktregelung in der
Automobilbranche hat von jeher einen großen Stellenwert. Sie ist effizient, kostengünstig und streiterledigend. Aber
im Bereich der Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung für Personenkraftwagen (Pkw-EnVKV) hat sie zu großem Ärger
bei den zigtausend Betroffenen geführt. Seit dem 23.02.2024 ist die geänderte Pkw-EnVKV in Kraft. Die längst
überfällige Novellierung war notwendig, weil das Prüfverfahren für die Ermittlung des Energieverbrauchs und der
CO2-Emissionen vom bisherigen „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) auf das „Worldwide Harmonized Light Vehicles
Test Procedure“ (WLTP) bereits seit September 2018 umgestellt und seit Januar 2020 nicht mehr zusätzlich auf
NEFZ-Werte zurückgerechnet wurde.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 28.1.2025
Aktuelle höchstrichterliche Entscheidungen zum Autokauf- und Leasingrecht
Dr. Karsten Schmidt, Richter am Bundesgerichtshof
Dem für den Autokauf und das Autoleasing
zuständigen VIII. Zivilsenat des Bundes-gerichtshofs bot sich die Gelegenheit, erneut zum Verhältnis einer
Beschaffenheitsvereinbarung und einem Gewährleistungsausschluss Stellung zu nehmen. Hierbei war insbesondere die
noch nicht entschiedene Frage zu klären, ob das hohe Alter des Gebrauchtfahrzeugs (fast 40 Jahre) bzw. der Umstand,
dass sich die Beschaffenheitsvereinbarung (auch) auf ein Verschleißteil (Klimaanlage) bezog, dazu führt, dass das
Verhältnis zwischen Beschaffenheitsvereinbarung einerseits und Gewährleistungsausschluss andererseits in eine
bestimmte – von den bisherigen Rechtsprechungsgrundsätzen abweichende – Richtung auszulegen ist. Ausgehend von der
ständigen Rechtsprechung des Senats, wonach ein „normaler“, d.h. nicht ungewöhnlicher und die Verkehrssicherheit
nicht beeinträchtigender Verschleiß einen Sachmangel nach § 434 Abs. 1 Satz 2 BGB aF nicht begründet, war ferner zu
beurteilen, wie sich dies im Falle einer Beschaffenheitsvereinbarung verhält: kommt ein Sachmangel in Betracht, wenn
die Parteien die „einwandfreie“ Funktionsfähigkeit eines Verschleißteils vereinbart haben?
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 21.1.2025
Aus der nationalen (Instanz-)Rechtsprechung zum Autokauf
Eva Hettwer, Fachanwältin für Verkehrsrecht, Hamburg
Für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die im
Verkehrsrecht tätig sind, ist die Rechtsprechung der Instanzgerichte von großer praktischer Relevanz und bietet
wertvolle Einblicke. Unabhängig davon, ob es um Rechtsfragen nach dem alten oder dem neuen Kaufrecht geht, lohnt
sich ein genauer Blick auch auf die Urteile der Amtsgerichte. Ist ein gebrauchtes Fahrzeug bereits dann als
mangelhaft einzustufen, wenn nach dem Verkauf festgestellt wird, dass ein dritter, angelernt programmierter
Schlüssel existiert, von dem weder der Verkäufer noch der Käufer beim Kauf des Fahrzeugs Kenntnis hatten? Welche
Aussagen des Verkäufers begründen bei einem privaten Gebrauchtwagenkauf eine Beschaffenheitsvereinbarung, und unter
welchen Umständen greift ein vereinbarter Ausschluss der Sachmangelhaftung? Mit diesen Fragen haben sich die
Amtsgerichte in Berlin-Schöneberg, Trier und Radolfzell auseinandergesetzt.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 14.1.2025
Buntes rund um Auto und Verkehr - aktuelle Rechtsprechung des VI. Zivilsenats
Dr. Oliver Klein, Bundesgerichtshof, Karlsruhe
Standen im letzten Jahr noch die Entscheidungen
zum sog. „Werkstattrisiko“ im Mittelpunkt des Rechtsprechungsreferates, geht es dieses Mal um die Folgen dieser
Rechtsprechung für andere Schadenspositionen: Gelten dieselben oder zumindest ähnliche Grundsätze auch für den
Sachverständigen („Sachverständigenrisiko“) und, im Bereich des Personenschadens, für die Krankschreibung durch
einen Arzt („Arztrisiko“) und für die Abrechnungen eines Krankenhauses im Regressprozess einer gesetzlichen
Krankenkasse gegen den Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers („Krankenhausrisiko“)?
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 7.1.2025
Update Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenrecht
Dr. Matthias Quarch – Vorsitzender Richter am Landgericht Aachen und Schriftleiter der Neuen Zeitschrift für Verkehrsrecht (NZV)
Das Jahr 2025 hätte ein sehr spannendes Jahr für
das Verkehrsstrafrecht werden können. Die Fachwelt fragte sich noch vor wenigen Monaten: Mit welchen Ergebnissen
wird der 20. Deutsche Bundestag die von dem damaligen Bundesjustizminister Buschmann eingeleiteten
Gesetzesinitiativen z. B. zur Neufassung des Unfallfluchttatbestandes (§ 142 StGB) oder zur strafrechtlichen Zukunft
der Beförderungserschleichung (§ 265a StGB) abschließen? Aber der 20. Deutsche Bundestag ist bekanntlich aufgelöst
worden, und wegen des Grundsatzes der Diskontinuität wird es voraussichtlich noch lange dauern, bis das
Verkehrsstrafrecht wieder in den Fokus der Gesetzgebung rücken wird. So bleibt aus der „Werkstatt des Gesetzgebers“
für das Update in diesem Jahr lediglich die im vergangenen Jahr erfolgte Neufassung des § 24a StVG zum Führen eines
Kfz unter dem Einfluss von Cannabis übrig, welche aber mehr offene Fragen beantwortet als aufgeworfen hat.
2024
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 31.12.2024
"Das bisschen Haushalt, macht sich von allein..." - Aktuelle Entwicklungen in der Haushaltsführungsschadensregulierung
Dr. Jan Luckey, Richter am OLG Köln
Der Haushaltsführungsschaden ist ein ständiger
Begleiter des Personenschadensmandates; er betrifft den Schaden, der dadurch entsteht, dass ein Geschädigter nach
einem Unfallereignis seinen Haushalt nicht oder nicht in vollem Umfang weiter führen kann wie bisher. Die
Regulierung wird hier dadurch erschwert, dass man die entfallene Arbeitsleistung „kommerzialisieren“ muss –
wer die Hausarbeit erledigt, erhält – anders als beim Erwerbsschaden – eben dafür kein Entgelt, was entfällt, wenn
die Arbeit unfallbedingt nicht mehr geleistet werden kann (oft sogar, ist man geneigt anzufügen, nicht einmal ein
Dankeschön).
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 17.12.2024
Die korrekte Wertermittlung im Schadengutachten zum merkantilen Minderwert
Thomas Kümmerle, Recht & Interessenvertretung BVSK e.V.
Nach § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB sind diejenigen
Aufwendungen vom Schädiger zu ersetzen, die sich bei subjektiver Schadenbetrachtung im Rahmen wirtschaftlicher
Vernunft halten. Innerhalb dieses Rahmens bis zur Schranke des Bereicherungsverbots ist der Geschädigte in der Wahl
der Mittel zur Schadenbehebung frei. Um sein Wahlrecht überhaupt ausüben zu können, benötigt ein Geschädigter
allerdings eine verlässliche Grundlage. Wie der BGH schon in seiner Restwertentscheidung (VI ZR 316/09) klarstellte,
darf ein Geschädigter bei seiner Disposition grundsätzlich auf das von ihm beauftragte Kfz-Sachverständigengutachten
vertrauen, wenn das Gutachten eine „korrekte“ Wertermittlung erkennen lässt. Dieser Grundsatz lässt sich auf alle
sachverständig zu ermittelnden Werte übertragen, die für den Geschädigten von Bedeutung sind.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 10.12.2024
Cannabisauffälligkeiten im Straßenverkehr – aktuelle Rechtslage
Ulrike Dronkovic, Rechtsanwältin, Köln
Nachdem niemand verpasst haben dürfte, dass mit der
zwischenzeitlich zerbrochenen Ampelkoalition die Teillegalisierung von Cannabis umgesetzt wurde (und die
CDU/CSU-Fraktion vor Vertrauensfrage, Wahltermin sowie Bundestagswahl mit derzeit noch ungewissem Ausgang die
Rückgängigmachung angekündigt hat), bleibt die aktuelle Rechtslage – nicht zuletzt wegen der doch eher lückenhaften
Berichterstattung – für viele im Unklaren. Das Konsumcannabisgesetz hat u. a. den Besitz von Cannabis in fest
bestimmbarem Umfang legalisiert. Der Cannabiskonsum, der selbst nie einem Verbot unterlag, dem jedoch ein illegaler
Besitz in aller Regel vorausging, wurde daher nunmehr auch im Bereich des Straßenverkehrs anders eingeordnet.
PRESSEBERICHT zum 17.Deutschen Autorechtstag
vom 17./18. - 19. März 2024 auf dem Petersberg
Hochkarätige Referenten und aktuelle Brennpunkte auf dem Petersberg
- Neue Pkw-EnVKV tritt
ohne Übergangsfrist bei neuer Internetwerbung in Kraft
- Branchenbezogener Überblick über die BGH-Rechtsprechung des VI. und VIII. Zivilsenats
- Zukunftsträchtige Themen: autonomes Fahren, Functions on demand, Verkauf von gebrauchten Elektrofahrzeugen
>> > Pressebericht als PDF herunterladen
>> > ausführlichen Tagungsbericht als PDF herunterladen
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 5.03.2024
Update Schadensregulierung und Versicherungsrecht
Marcus W. Gülpen, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht
Die bereits umfangreiche Rechtsprechung zum
Verkehrsrecht ist durch weitere Entscheidungen des BGH und unterinstanzlicher Gerichte seit dem letzten
Autorechtstag ergänzt und geprägt worden. Alle wesentlichen Entscheidungen sind in die Rechtsprechungsübersicht des
Referenten eingeflossen. In seinem Vortrag werden wie gewohnt die „Highlights“ vorgestellt.
PRESSEMELDUNG vom 27.02.2024
Dr. Thomas Almeroth bereichert das Autorechtstags-Team
Der langjährige Geschäftsführer des Verbandes
der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) Dr. Thomas Almeroth bereichert ab 1. März 2024 das Team des
Deutschen Autorechtstags. Der in der Kfz-Branche sehr geschätzte Rechtsanwalt für Auto- und Verkehrsrecht bekleidete
in den 30 Jahren seiner VDIK-Führungsposition verschiedene Ehrenämter.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 20.02.2024
Die neue Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) - Alter Wein in neuen Schläuchen oder ein Weg zu mehr Rechtssicherheit?
Ulrich Dilchert, Rechtsanwalt und Geschäftsführer Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.
Die Pkw-EnVKV – ein Quell stetiger Freude oder eher doch
nicht? Kraftstoff ist ein teures Gut und beeinflusst die Unterhaltskosten eines Fahrzeugs nicht unerheblich. CO2 ist
ein klimarelevanter Stoff. Insoweit ist es folgerichtig, dass auch in der Werbung Verbrauchswerte und auch CO2-Werte
angegeben werden. Die derzeit gültige Pkw-EnVKV verlangt aber immer noch die Angabe von Werten, die auf Basis der
früheren NEFZ-Prüfnorm ermittelt wurden – diese Prüfnorm ist heute aber nicht mehr einschlägig. Es gilt die
WLTP-Norm und zudem sind nahezu alle auf dem deutschen Markt angebotenen Neuwagen WLTP-geprüft. Eine Umrechnung von
NEFZ-Werten in WLTP-Werte ist nicht möglich.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 13.02.2024
Aktuelle höchstrichterliche Entscheidungen zum Kauf- und Leasingrecht
Frank Kosziol, stellvertretender Vorsitzender Richter des VIII Zivilsenat des BGH
Der Schwerpunkt des Vortrags wird auf zwei im
Berichtszeitraum verkündeten Urtei-len des VIII. Zivilsenats liegen, die zur Veröffentlichung in der amtlichen
Sammlung bestimmt sind und nicht zuletzt methodisch von Interesse sein dürften. Das Urteil vom 21. Juni 2023 (VIII
ZR 105/22, für BGHZ 237, 217 vorgesehen) betrifft den Aufwendungsersatzanspruch des Käufers gemäß § 439 Abs. 3 BGB.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 6.02.2024
Aus der internationalen Rechtsprechung zum Kaufrecht
Prof. Dr. Ansgar Staudinger, Präsident des Deutschen Autorechtstages
grenzüberschreitende Sachverhalte bedeuten für viele in der Anwalt- wie Richterschaft eine wahre Grenzerfahrung.
Schon die Suche nach der passenden Rechtsquelle, um etwa die internationale und örtliche Zuständigkeit zu ermitteln,
gleicht im Vorfeld der Ostertage der Suche nach dem Ei des Kolumbus.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 30.01.2024
Buntes rund um Auto und Verkehr - aktuelle Rechtsprechung des VI. Zivilsenats
Dr. Oliver Klein, Richter beim VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, Karlsruhe
Es ist
immer wieder erstaunlich, dass das Straßenverkehrsrecht auch nach vielen Jahrzehnten selbst in seinen nicht der
technischen Entwicklung unterworfenen Bereichen noch weiße Flecken auf der Landkarte der höchstrichterlichen
Rechtsprechung aufweist. So bis vor kurzem auch hinsichtlich des Rückwärtsfahrens in einer Einbahnstraße bzw. mit
einem Anhänger.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 23.01.2024
Aus der nationalen (Instanz-)Rechtsprechung zum Autokauf
Eva Hettwer, Fachanwältin für Verkehrsrecht, Hamburg
Auch, wenn
die Entscheidungen des BGH diejenigen mit großer Tragweite sind, lohnt sich für den Verkehrsrechtler und die
Verkehrsrechtlerin der regelmäßige Blick auf die Entscheidungen der Instanzgerichte. Die Amts-, Land- und
Oberlandesgerichte urteilen zu Sachverhalten, die in der täglichen Praxis von großer Bedeutung sind. Einige der im
letzten Jahr ergangenen Entscheidungen stellt die Referentin am Ende des 17. Autorechtstages vor.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 9.01.2024
Zur Angemessenheit der Frist zur Nachbesserung
Auch nach
den Änderungen im Gewährleistungsrecht ist der Kunde nach Auftritt eines Defekts am Fahrzeug – will er seine
möglichen Mängelrechte nicht gefährden – in der Regel gehalten, dem Händler Gelegenheit zur Nachbesserung zu geben.
Hierzu gehört nicht nur die mündliche oder schriftliche Aufforderung zur Nacherfüllung, sondern auch die
Bereitschaft des Kunden, dem Händler das Fahrzeug zur Überprüfung der Beanstandung zur Verfügung zu stellen. Im
Regelfall muss der Kunde hierfür das Fahrzeug zum Firmensitz des Händlers bringen. Im Gegenzug darf der private
Endkunde vom Händler einen Vorschuss auf seine Fahrt- bzw. Transportkosten verlangen.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 16.01.2024
Rechtsfragen rund um die E-Mobilität
Die
zunehmende Verbreitung elektrisch betriebener Fahrzeuge wirft eine Vielzahl erörterungsbedürftiger Rechtsfragen auf,
angefangen beim Herzstück eines jeden Elektrofahrzeugs, der Hochvoltbatterie, deren Wert je nach Fahrzeug zwischen
ca. 7.000 und 40.000 € schwankt. Ist im Vertrag nichts Konkretes zum Zustand vereinbart, muss die Hochvoltbatterie
den objektiven Anforderungen des § 434 Abs. 3 BGB und damit auch dem „Stand der Technik“ entsprechen. Aber was genau
sind die Standards, wenn es um Reichweite, Kapazität, Verbrauch und Ladeleistung geht? Lässt sich beispielsweise die
vom BGH aufgestellte Abweichungsgrenze von 10 % bei Neufahrzeugen ohne Weiteres auf batteriebetriebene Fahrzeuge
übertragen, obwohl äußere Umwelteinflüsse eine weitaus größere Rolle spielen können als bei Verbrennern? Auch wenn
das inzwischen angewandte WLTP-Messverfahren realitätsnaher sein mag, bleibt womöglich unberücksichtigt, dass
beworbene Reichweiten sich witterungsbedingt halbieren und Verbräuche verdoppeln können. Bei Gebrauchtfahrzeugen
rückt die Frage in den Vordergrund, welchen Kapazitäts- und Ladeleistungsverlust der Käufer tolerieren muss.
AUTORECHTSTAG-AKTUELL vom 2.01.2024
Widerruf und Rücktritt bei Leasing und finanziertem Autokauf
Der
Europäische Gerichtshof hat sich in einem schon lange erwarteten Urteil erneut mit Einzelfragen zu den
Widerrufsrechten von Verbrauchern befasst (C‑38/21, C‑47/21 und C‑232/21). Der EuGH hat klargestellt, dass
Verbraucher, die einen Kfz-Leasingvertrag ohne Kaufverpflichtung abschließen, kein Widerrufsrecht haben. Dies gilt
auch, wenn der Vertrag im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurde. Ein solcher
Leasingvertrag wird einem Automietvertrag gleichgestellt und fällt somit nicht unter die einschlägigen Richtlinien.
2023
Autorechtstag-aktuell-12.12.2023 - „Function on demand“ – Rechtliche Herausforderungen bei der Vertragsgestaltung und in der Praxis
Autorechtstag-aktuell-31.01.2023 - Buntes rund um Auto und Verkehr – aktuelle Rechtsprechung des VI. Zivilsenats
2022
Autorechtstag-aktuell-01.03.2022 - Die neuen Gewährleistungsregelungen im rechtlichen Bezug auf digitale Produkte im Kfz-Bereich
Autorechtstag-aktuell-15.02.2022 - Neues Gewährleistungsrecht nach dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Warenkaufrichtline
Autorechtstag-aktuell-25.01.2022 - Geltendmachung und Abwehr von grenzüberschreitenden Forderungen aus Verkehrsverstößen
2021
Autorechtstag-aktuell-06.07.2021 - Zulässigkeit virtueller Rechtsdokumente-Generatoren – Legal-Tech-Lösungen und ihre Grenzen
Autorechtstag-aktuell-29.06.2021 - Bundestag stimmt über neues Gewährleistungsrecht ab – Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Warenkaufrichtlinie beschlossen
Autorechtstag-aktuell-01.06.2021 - Aktuelles zur Dieselkrise – OLG Naumburg verurteilt VW auch beim EA288 (Nachfolgemotor des EA189)
Autorechtstag-aktuell-04.05.2021 - BGH: Kein Widerrufsrecht beim Kilometerleasingvertrag – Ausnahme Fernabsatzvertrag?
Autorechtstag-aktuell-27.04.2021 - Der BAFA-Umweltbonus für Elektro- und Hybridfahrzeuge – Hinweise zur wettbewerbskonformen Werbung
Autorechtstag-aktuell-06.04.2021 - Abmahnrisiko DS-GVO – Und was es daneben beim Datenschutz sonst noch zu beachten gilt.
Autorechtstag-aktuell-30.03.2021 - Aktuelle Rechtsprechung des VI. Zivilsenats zum Verkehrsrecht und zur Herstellerhaftung wegen Abgasmanipulationen
Autorechtstag-aktuell-23.03.2021 - Parken auf Privatgrund – Legal Tech bei der Parkraumbewirtschaftung
Autorechtstag-aktuell-23.02.2021 - WLTP – Neuer Prüfzyklus und seine wettbewerbsrechtlichen Folgen speziell für die Pkw-EnVKV
2020
Autorechtstag-aktuell-25.08.2020-Die Rechtssache Ferenschild und etwaige Folgen für den Gebrauchtwagenhandel
Autorechtstag-aktuell-2020-02-11 Endlich mehr Rechtssicherheit gerade beim Verkauf gebrauchter Kraftfahrzeuge!
2019
2018
Autorechtstag-aktuell-2018-12-18 Richtlinienwidrigkeit der einjährigen Verjährungsfrist für Mängelrechte des Käufers
Autorechtstag-aktuell-2018-12-04 WLTP-Neuer Prüfzyklus und seine wettbewerbsrechtlichen Folgen speziell für die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung
Autorechtstag-aktuell-2018-09-04 Deutscher Autorechtstag 2019 findet wieder auf dem Petersberg statt
Autorechtstag-aktuell-2018-02-20 Aktuelles aus der Autobranche und von der Gesetzgebungs- und Rechtsprechungsfront
Autorechtstag-aktuell-2018-01-30 Informationspflichten-gegenüber-Verbrauchern – Übersicht, Schwachstellen, Lücken, Sanktionen
Autorechtstag-aktuell-2018-01-16 WLTP-Neuer Prüfzyklus und seine wettbewerbsrechtlichen Folgen speziell für die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung.
Autorechtstag-aktuell-2018-01-10 Rechtsprechungsänderung-zur-Beweislastumkehr-beim-Verbrauchsgüterkauf
2017
2016
2015
Autorechtstag-aktuell-2015-03-10 Datenzugang beim vernetzten Fahrzeug: Auswirkungen der Telematik...















